Erfahrungsaustausch Versorgungssicherheit Gas

Geopolitische Herausforderungen, energierechtlicher Rahmen, Krisenvorsorge in der Praxis

Nächste Termine

10.11.26 - 11.11.26
Leipzig
ab 1.299,- € ggf. zzgl. MwSt

Veranstalter

  • BDEW
Die Gewährleistung der Versorgungssicherheit erfordert eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Krisenvorsorge und ein enges Zusammenspiel von Politik, Regulierung und Energiewirtschaft. Der Erfahrungsaustausch beleuchtet aktuelle Entwicklungen aus Sicht des BDEW, BMWE und der BNetzA, ordnet neue rechtliche und regulatorische Anforderungen ein und zeigt anhand von Praxisberichten aller Akteure und Diskussionen, wie Strategien zur Krisenvorsorge weiterentwickelt werden können. Melden Sie sich jetzt an!

Was nehmen Sie mit

  • Direkter Austausch mit BMWE, BNetzA und zentralen Marktakteuren zur aktuellen Versorgungslage und regulatorischen Entwicklungen
  • Praxisnahe Einblicke in Krisenvorsorge, Netzbetrieb, Speicher- und Marktmechanismen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Gas
  • Diskussion aktueller Herausforderungen, Engpasssituationen und strategischer Handlungsoptionen für eine resiliente Gasversorgung

Veranstaltungsprofil

Art
Informationstag
Veranstaltungsort
  • Leipzig
Zielgruppe

Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Netz und Regulierung, Gashandel, Gasspeicher, Gasvertrieb Verantwortliche für Krisenvorsorge, Krisenmanagement und Dispatching. Der Erfahrungsaustausch soll erfahrene Fach- und Führungskräfte mit Neu- und Quereinsteigern in Diskussion bringen.

Termine

10.11.26 - 11.11.26
Leipzig
ab 1.299,- €ggf. zzgl. MwSt

Adresse

Victor’s Residenz-Hotel Leipzig
Georgiring 13
04103 Leipzig

Preise

1.990,- € Normalpreis

1.299,- € Mitgliedspreis (BDEW)

Referenten

Catrin Feldhege-Bittner

Teilnehmer

max. 50

Es gelten die zum Buchungsdatum im Online-Shop angegebenen Preise.

Inhalt der Veranstaltung

Der BDEW Erfahrungsaustausch Krisenvorsorge Gas widmet sich der zentralen Frage, wie Versorgungssicherheit im Gasmarkt unter veränderten regulatorischen, technischen und geopolitischen Rahmenbedingungen gewährleistet werden kann. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen in der Krisenvorsorge Gas, der Gasversorgungssicherheit sowie die Einordnung neuer Anforderungen durch BMWE und BNetzA.

Praxisberichte aus Netzbetrieb, Fernleitungs- und Verteilnetzbetreibern, Gasspeichern und Gashandel beleuchten operative Krisenprozesse, Systemverantwortung und Marktmechanismen. Themen wie veränderte Gasflüsse, Speicherbewirtschaftung, Notfallstufen sowie KRITIS-Anforderungen und Schutz kritischer Infrastrukturen werden ebenso behandelt wie strategische Reserve und Anpassungen im Markt- und Regulierungsrahmen. Der Erfahrungsaustausch bietet Einblicke in aktuelle Herausforderungen und zeigt Handlungsoptionen für eine resiliente Gasversorgung im Winterbetrieb und darüber hinaus.

Gasversorgung in Deutschland:

  • Steigende regulatorische Anforderungen: Stadtwerke, Energieversorger und Netzbetreiber müssen neue gesetzliche Vorgaben, angepasste Regelungen für Gasspeicher sowie Anforderungen und Festlegungen der Bundesnetzagentur rechtssicher umsetzen, um ihre Versorgungsaufgabe jederzeit erfüllen zu können. Die Veranstaltung stellt aktuelle regulatorische Entwicklungen und deren praktische Auswirkungen in den Mittelpunkt. Maßgeblich sind insbesondere das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), die Verordnung (EU) 2017/1938 über Maßnahmen zur Gewährleistung der sicheren Gasversorgung sowie Festlegungen und Allgemeinverfügungen der Bundesnetzagentur. Für die Gasspeicherung sind insbesondere die Regelungen in §§ 35a ff. EnWG relevant.
  • Anhaltende geopolitische Unsicherheiten: Auch bei weiterhin hoher Versorgungssicherheit bleibt der Gasmarkt durch internationale Entwicklungen, Importabhängigkeiten, infrastrukturelle Risiken und volatile Handelsströme besonderen Unsicherheiten ausgesetzt. Eine vorausschauende Krisenvorsorge stärkt die Resilienz gegenüber unerwarteten Versorgungsstörungen. Den regulatorischen Rahmen bilden insbesondere die Verordnung (EU) 2017/1938, der Notfallplan Erdgas für die Bundesrepublik Deutschland sowie die Krisenvorsorgeinstrumente und behördlichen Verfahren der Bundesnetzagentur.
  • Professionelles Krisenmanagement wird zum Erfolgsfaktor: Netzbetreiber und Versorger müssen Notfallpläne, Krisenprozesse, Kommunikationswege und die Zusammenarbeit mit Behörden regelmäßig überprüfen und – soweit erforderlich – trainieren. Praxisberichte und Best Practices helfen dabei, im Ernstfall schnell und koordiniert zu handeln. Für Betreiber von Fernleitungsnetzen bildet insbesondere § 16 EnWG die Grundlage für netz- und marktbezogene Maßnahmen bei einer Gefährdung oder Störung des Gasversorgungssystems; für Gasverteilernetze ist ergänzend § 16a EnWG zu berücksichtigen. Im Fall einer ausgerufenen Notfallstufe können zudem die Instrumente des Energiesicherungsgesetzes und der Gassicherungsverordnung zur Anwendung kommen.
  • Versorgungssicherheit erfordert mehr als volle Gasspeicher: Eine sichere Gasversorgung hängt vom Zusammenspiel von Speichern, Importen, LNG-Infrastruktur, Netzen, Systemverantwortung und Marktprozessen ab. Stadtwerke und Energieversorger müssen diese Faktoren ganzheitlich betrachten und ihre Beschaffungs-, Vertriebs- und Netzstrategien entsprechend ausrichten. Rechtlich prägend sind dabei insbesondere das EnWG, einschließlich der §§ 35a ff. zu Gasspeichern, das Energiesicherungsgesetz sowie die europäischen Vorgaben zur Versorgungssicherheit und zum Gasbinnenmarkt.
  • Erfahrungsaustausch unterstützt die praktische Umsetzung: Der Austausch mit Netzbetreibern, Behörden und Branchenexpertinnen und -experten ermöglicht es, bewährte Lösungen schneller zu übernehmen und sich auf neue Herausforderungen vorzubereiten. Gerade in einem dynamischen regulatorischen Umfeld ist dieser Wissenstransfer ein wichtiger Beitrag zu Resilienz, Handlungsfähigkeit und rechtssicherer Umsetzung. Dabei sind neben dem Energiewirtschaftsgesetz und behördlichen Vorgaben auch die einschlägigen technischen Regeln zu berücksichtigen, insbesondere das DVGW-Regelwerk als maßgebliche Konkretisierung der technischen Anforderungen und der anerkannten Regeln der Technik.

Themenschwerpunkte

  • Versorgungssicherheit und Krisenvorsorge im Gasmarkt
  • Regulatorische Vorgaben von BMWE und BNetzA
  • Netzbetrieb und operative Krisenprozesse
  • Marktmechanismen, Gasflüsse und Systemverantwortung
  • Zusammenarbeit von Netzbetreibern, Speicher und Handel

7 Referenten

Catrin Feldhege-Bittner
Fachgebietsleiterin
BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

Sascha Grüner
Referatsleiter Zugang zu H2- & Gastransportnetzen
Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas Telekommunikation, Post, Eisenbahnen

Andreas Dörig
FBL Netzwirtschaft und Energiedatenmanagement
Energienetze Bayern GmbH & Co. KG

Dr. Thomas Hügging
Bereichsleiter Gastransport
Thyssengas GmbH

Dr.

Dr. Luis Manuel Schultz
Policy Advisor Natural Gas, Emergency Preparedness
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)

Felix Müller
VP Trading Regulatory Affairs
SEFE Securing Energy for Europe GmbH

Dr. Andreas Kost
Leiter Regulierungsmanagement
Storengy Deutschland GmbH

Dr.

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